Stauden teilen - Praxistipp im März
So bekommen blühfaule Stauden neuen Schwung
Wenn Stauden nicht mehr ordentlich blühen oder in die Breite wachsen und innen eine „Glatze" bekommen, wird es höchste Zeit, sie einer Verjüngungskur zu unterziehen. Das geschieht, indem man sie teilt und die schönsten Stücke wieder einpflanzt. Wenn sich Quecke und Giersch zwischen Wurzeln und Stängeln breit machen, ist die Teilung außerdem oft die einzige Möglichkeit, das Unkraut loszuwerden.
Die meisten Stauden lassen im Februar oder März vor dem Austrieb gut verjüngen, besonders solche, die im Spätsommer blühen und alle teppichartig wachsenden.
Uns so geht‘s:
Graben Sie den Wurzelstock aus, und zerschneiden Sie ihn in höchstens faustgroße Stücke. Astern, Phlox, Funkien und andere Stauden mit verfilztem, holzigen Ballen zerhacken Sie mit einem Spaten – und viel Schwung. Teppichstauden oder Storchschnabel lassen sich dagegen leicht mit der Hand auseinanderzerren.
Jedes Teilstück, das wieder eingepflanzt werden soll, braucht Wurzeln und Triebknospen. Je mehr Erde an den Wurzeln hängen bleibt, desto schneller wachsen die Stauden wieder an. Teilstücke aus dem Rand der alten Staude sind außerdem am vitalsten.
Ziehen Sie alle fremden Wurzeln aus den kleinen Ballen heraus und kürzen Sie die Wurzeln etwas ein, sie sollen sich beim neuen Einpflanzen nicht nach oben biegen.
Die Erde an der neuen Pflanzstelle wird gelockert und mit Kompost und/oder organischem Dauerdünger verbessert. Nach dem Einpflanzen gießen Sie die Stauden kräftig an, damit sich die Erde fest um die Wurzeln schließt.
Viele Stauden wie Funkíen, Astilben, Bergenien, Herbstanemonen, Vergissmeinnicht teilt man nur, wenn es unbedingt nötig ist. Andere wie Frühlingsmargarite, Gemswurz, Schafgarbe, Katzenminze sollten alle 3–5 Jahre verjüngt werden, damit sie immer üppig blühen. Einen Umzug alle 5–10 Jahre mögen z.B.: Ehrenpreis, Eisenhut, Astern, Glockenblumen, Rittersporn, Sommerphlox. Höchsten alle 15 Jahre verpflanzt man Sonnenbraut, Taglilie, Wollziest, Pfingstrose.








