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Aktion #abpflastern in Landsberg - Gemeinsam entsiegeln wir unsere Stadt!

Dabei geht es darum, möglichst viel versiegelte Fläche, also Pflastersteine, Beton, Asphalt oder Schotter zu entfernen. Flächen im öffentlichen Bereich können gemeldet werden und wir geben dies an die Stadt weiter. Jede entsiegelte Fläche leistet einen positiven Beitrag für mehr Artenvielfalt und ein gesünderes Miteinander. Regenwasser kann wieder versickern, die Bodenfunktionen werden wiederhergestellt und die Flächen tragen besonders in heißen Sommermonaten zur Abkühlung bei.

Werden die Flächen im Anschluss mit Blühpflanzen, Büschen und Bäumen bepflanzt, verstärken sich die positiven Effekte für Natur, Klima und unser aller Wohlbefinden.

Sie wollen mitmachen? - Wir zeigen wie es geht, Schritt für Schritt -

Fläche gefunden die entsiegelt werden kann?

  • Auf dem eigenen Grundstück? - Prima, es kann sofort los gehen.
  1. Mach ein Foto von der Fläche, bevor du sie abpflasterst.
  2. Pflastere ab.
  3. Mach ein Foto von der Fläche, nachdem du sie abgepflastert hast, und miss die Fläche.
  4. Melde dein Projekt nach dessen Fertigstellung über das „Fläche eintragen“-Formular auf www.abpflastern.de
  5. Wiederhole das Ganze, bis deine Kommune an der Spitze ihrer Liga steht.
  6. Ende Oktober ist der Wettbewerb dann zu Ende! Wir verleihen den begehrten abpflastern Preis! Und wir stellen uns neu auf für die nächste Saison!
  • Auf einem anderen Privatgrundstück? - Sprechen Sie den Besitzer an und versuchen im gemeinsamen Gespräch und vielleicht mit gemeinsamer Muskelkraft etwas tolles zu erreichen.
  • Auf einer öffentlichen Fläche? - Melden Sie uns die Fläche unter abpflastern@bn-landsberg.de am besten mit einem Standort aus Google maps, damit wir es auch schnell wieder finden. Wir sammeln die Stellen und geben es an die Stadt weiter. 

 

Welche Flächen eignen sich aus bautechnischer Sicht zum Entsiegeln?

  • Pflasterflächen auf denen nur oder nicht gelaufen wird: egal ob Beton oder Naturstein, die Steine entfernen und aufbewahren oder richtig entsorgen (Naturstein kann auch gut verschenkt werden, als Beeteinfassung). Darunter befindet sich meist Splitt oder Sand und eine dicke feste Schotterschicht. Dieses Material kann entweder mit Kompost vermischt werden oder als Magerbeet verwendet werden, je nach Standort und Pflanzenauswahl. 
  • Asphaltflächen sind für den darunter liegenden Boden eine Katastrophe. Weder Wasser noch Luft können durch die dicke Schicht dringen, sodass kein Bodenleben mehr stattfinden kann. Es ist an der Zeit, ihn an geeigneten Stellen zu entfernen, um Platz für neues Grün zu schaffen und die Versickerung zu ermöglichen. Dafür sind Muskelkraft sowie ein Pickel oder Vorschlaghammer erforderlich. Die Bruchstücke müssen gesondert entsorgt werden (in Hofstetten über einen Container bei der Firma Ditsch) und dürfen nicht wiederverwendet werden. Der darunterliegende Boden sollte unbedingt aufgelockert, teilweise entfernt und mit Komposterde angereichert werden.
  • Kiesflächen in Vorgärten oder an Seitenstreifen. Sie sollten bei der Anlage vermeintlich sauber sein und sind meistens nach drei bis vier Jahren pflegeaufwändig. Auf den Wurzelschutzfolien unter dem Kies sammeln sich im Laufe der Zeit Feinstaub und organisches Material – ein perfekter Keimboden für Wildkräuter. Unter der Folie kann weder ausreichend Wasser versickern noch nach oben verdunsten. Mikroorganismen sind über die lange Zeit ohne Nährstoffe verschwunden, der Boden ist tot. Die Folie muss auf jeden Fall entfernt und die Fläche mit Komposterde vermischt umgegraben werden. Der Schotter kann als Mulch an sonnigen Stellen weiter verwendet werden und muss nicht komplett entsorgt werden. 

Bepflanzung

Die Fläche ist entsiegelt - Was nun?

Blumen und mehrjährige Stauden

Für einen schnellen Effekt und als Turbo für die Artenvielfalt eignen sich einheimische Blumenrasenmischungen oder eine Pflanzung aus mehrjährigen Stauden wie Astern, Wiesensalbei, Storchschnabel und Co. Gerade dort wo der Untergrund vielleicht mit Leitungen oder Fundamenten belegt ist, können diese Pflanzen ein Minibiotop erschaffen. Je nach Standort haben wir geeignete Arten für Sie zusammengestellt.

 

Sträucher

Viele Kleinsträucher kommen auch mit weniger Erde zurecht und sind genügsame und schnelle Lückenfüller. Sie bringen Höhe und Stabilität in die neue Grünfläche. Ist der Untergrund nach unten begrenzt können auch das viele gut überstehen. Je nach Lichtbedarf und Platzanspruch finden Sie eine Liste mit Vorschlägen zur Pflanzung.

Bäume und Großsträucher

Perfekt für ein gutes Kleinklima sind natürlich neue Bäume und Sträucher. Wer eine Pflanzung anstrebt muss auf jeden Fall die Nachbarschaftsgesetze beachten und sollte sich mit seinen Nachbarn kurzschließen. Gut geplante und für alle einvernehmlich ausgesuchte Gehölze können mit einer langen Standdauer ein Umfeld aufwerten und ein kleiner Hotspot für Tiere und Pflanzen werden. Gerade bei Bäuzmen sollte man sich außerdem über mögliche Leitungen im Boden im klaren sein. Tolle einheimische Großgehölze sind anschließend in einer Liste für Sie zusammengefügt.

Gutes tun und darüber sprechen.

Wir wollen den #abpflastern Vibe in die Welt tragen und allen zeigen wie viel Spaß es machen kann. Deshalb macht fleißig Fotos und beteiligt uns auf Eurem Weg zum neuen kleinen Biotop unter: abpflastern@bn-landsberg.de oder auf instagram