Aktion #abpflastern in Landsberg - Gemeinsam entsiegeln wir unsere Stadt!

#abpflastern ist ein deutschlandweiter Wettbewerb, bei dem Städte und Gemeinden in einem freundschaftlichen Wettstreit Flächen entsiegeln. Ganz nach dem Motto „Von Grau zu Grün“ können alle Interessierten mitmachen, die versiegelte in begrünte Flächen umwandeln möchten - für den Sieg im Wettbewerb und mehr Lebensqualität in unserer schönen Stadt Landsberg.
Viele gute Gründe für mehr Grün statt Grau
Gesünderes Stadtklima durch bessere Luftqualität
Vegetation filtert Feinstaub und Schadstoffe, produziert Sauerstoff und schafft spürbare Frischluftinseln. Dadurch steigt die Aufenthaltsqualität – und die Gesundheit der Menschen wird nachhaltig unterstützt.
Verbesserte Regenwasseraufnahme und weniger Überflutungen
Entsiegelte Flächen ermöglichen natürliche Versickerung. Das entlastet die Kanalisation, reduziert Überflutungsrisiken bei Starkregen und trägt dazu bei, Grundwasserreserven zu stabilisieren.
Mehr Platz für Stadtgrün und Biodiversität
Durch Entsiegelung entstehen neue Lebensräume für Pflanzen, Insekten und Tiere. Das stärkt die Artenvielfalt und macht städtische Räume ökologisch wertvoller und lebendiger.
Du willst mitmachen? - Wir zeigen wie es geht, Schritt für Schritt -
Fläche gefunden die entsiegelt werden kann?
- Auf dem eigenen Grundstück? - Prima, es kann sofort los gehen.
1. Fotografiere die Fläche, bevor du sie abpflasterst.
2. Entsiegle die Fläche.
3. Fotografiere die Fläche, nachdem sie abgepflastert wurde.
4. Berechne die Größe der entsiegelten Fläche in m².
5. Melde dein Projekt auf https://abpflastern-landsberg.beteilige.me und erstelle dort deinen Beitrag. Kennzeichne dabei die Fläche als ‘Ist entsiegelt’ unter dem grünen Button.
- Auf einem anderen Privatgrundstück?- Sprich den Besitzer an und versuche im gemeinsamen Gespräch und vielleicht mit gemeinsamer Muskelkraft etwas Tolles zu erreichen (siehe oben).
- Auf einer öffentlichen Fläche? - Mache einen Vorschlag
Erstelle einen Beitrag auf https://abpflastern-landsberg.beteilige.me und kennzeichne die Fläche als ‘Vorschlag zur Entsiegelung’ mit dem gelben Button.
Wir sammeln die Beiträge und klären mit den Verantwortlichen der Stadt, ob eine Entsiegelung möglich ist.
Am 31. Oktober ist der Wettbewerb zu Ende!
Wir verleihen den begehrten „Abpflastern in Landsberg“-Preis und sind gespannt, wie Landsberg bundesweit abschneidet!
Welche Flächen eignen sich zum Entsiegeln?

Pflasterflächen aus Beton, Naturstein, etc.
Steine entfernen und aufbewahren oder richtig entsorgen (Naturstein kann auch gut verschenkt werden, als Beeteinfassung). Darunter befindet sich meist Splitt oder Sand und eine dicke feste Schotterschicht. Dieses Material kann entweder mit Kompost vermischt werden oder als Magerbeet verwendet werden, je nach Standort und Pflanzenauswahl.

Asphaltflächen
Diese Flächen sind für den darunter liegenden Boden eine Katastrophe. Weder Wasser noch Luft können durch die dicke Schicht dringen, sodass kein Bodenleben mehr stattfinden kann. Es ist an der Zeit, ihn an geeigneten Stellen zu entfernen, um Platz für neues Grün zu schaffen und die Versickerung zu ermöglichen. Dafür sind Muskelkraft sowie ein Pickel oder Vorschlaghammer erforderlich. Die Bruchstücke müssen gesondert entsorgt werden (in Hofstetten über einen Container bei der Firma Ditsch) und dürfen nicht wiederverwendet werden. Der darunterliegende Boden sollte unbedingt aufgelockert, teilweise entfernt und mit Komposterde angereichert werden.

Kiesflächen
Anfangs erscheinen sie pflegeleicht, doch nach drei bis vier Jahren steigt der Pflegeaufwand in der Regel deutlich an. Auf den Wurzelschutzfolien unter dem Kies sammeln sich im Laufe der Zeit Feinstaub und organisches Material – ein perfekter Keimboden für Wildkräuter. Unter der Folie kann weder ausreichend Wasser versickern noch nach oben verdunsten. Mikroorganismen sind über die lange Zeit ohne Nährstoffe verschwunden, der Boden ist tot. Die Folie muss auf jeden Fall entfernt und die Fläche mit Komposterde vermischt umgegraben werden. Der Schotter kann als Mulch an sonnigen Stellen weiter verwendet werden und muss nicht komplett entsorgt werden.
Bepflanzung
Pflanzenlisten folgen in Kürze
Die Fläche ist entsiegelt - Was nun?
Blumen und mehrjährige Stauden
Für einen schnellen Effekt und als Turbo für die Artenvielfalt eignen sich einheimische Blumenrasenmischungen oder eine Pflanzung aus mehrjährigen Stauden wie Astern, Wiesensalbei, Storchschnabel und Co. Gerade dort wo der Untergrund vielleicht mit Leitungen oder Fundamenten belegt ist, können diese Pflanzen ein Minibiotop erschaffen. Je nach Standort haben wir geeignete Arten für Sie zusammengestellt.
Sträucher
Viele Kleinsträucher kommen auch mit weniger Erde zurecht und sind genügsame und schnelle Lückenfüller. Sie bringen Höhe und Stabilität in die neue Grünfläche. Ist der Untergrund nach unten begrenzt können auch das viele gut überstehen. Je nach Lichtbedarf und Platzanspruch finden Sie eine Liste mit Vorschlägen zur Pflanzung.
Bäume und Großsträucher
Perfekt für ein gutes Kleinklima sind natürlich neue Bäume und Sträucher. Wer eine Pflanzung anstrebt muss auf jeden Fall die Nachbarschaftsgesetze beachten und sollte sich mit seinen Nachbarn kurzschließen. Gut geplante und für alle einvernehmlich ausgesuchte Gehölze können mit einer langen Standdauer ein Umfeld aufwerten und ein kleiner Hotspot für Tiere und Pflanzen werden. Gerade bei Bäumen sollte man sich außerdem über mögliche Leitungen im Boden im klaren sein. Tolle einheimische Großgehölze sind anschließend in einer Liste für Sie zusammengefügt.
Gutes tun und darüber sprechen.
Wir wollen das #abpflastern in die Welt tragen und allen zeigen wie viel Spaß es machen kann. Deshalb machen Sie fleißig Fotos und beteiligen uns auf Eurem Weg zum neuen kleinen Biotop unter: abpflastern@bn-landsberg.de oder auf instagram.



