Erfolge und Misserfolge

Energiewende im Landkreis (seit 2012)

Mit der Entscheidung des Landkreises ein Klimaschutzkonzept zu erstellen, hat die Kreisgruppe die Chance genutzt durch diverse Aktivitäten dieses Konzept mitzugestalten, insbesondere im Hinblick auf Bildung und Aufklärung.

So wird für die Bildung an Schulen das prämierte Energiespardorf das BN- Naturschutzzentrums in Wartaweil nun auch im Landkreis Landsberg eingesetzt.

Golfplatz am Triebhof nördlich Dießen (2010)

Durch klare Stellungnahmen an die Regierung von Oberbayern konnten die Planungen für eine großen Golfplatz am Triebhof (siehe Karte) frühzeitig gestoppt werden. Dieser Golfplatz hätte die besondere Landschaftstruktur auf dem Höhenrücken westlich des Ammersees massiv veränert und wäre ein zudem eine Präzedenzfall für weitere ähnliche Planungen geworden.

Lechsteg im Süden Landsbergs (2009)

In Zusammenarbeit mit vielen anderen Gruppen in einer Bürgerinitiative konnte ein völlig überzogene Brücke über den Lech im Süden Landsbergs verhindert werden. Im Rahmen eines Bürgerentscheids sprachen sich die Mehrheit der Landsberger gegen dieses montröse Bauwerk aus, das auch erhebliche Eingriffe in die Ufer am Lech bedeutet hätte.

Edeka Logistikzentrum (2008)

Edeka plante bereits seit Jahren mehre Logistikzentren zu schließen und diese in den Raum Landsberg zu verlegen. Erste Pläne in ein unberührtes Gebiet am Stillerhof bei Schwifting scheiterten ebenso wie auf dem Lechfeld südlich von Kaufering. Der BN konnte hier durch fachliche und politische Stellungnahmen diese Planungen frühzeitig verhindern. Inzwischen baute Edeka das Logistikzentrum im bereits abgeholzten Landsberger Frauenwald (siehe Klausner).

Allee am Gewerbegebiet Romenthal (2008)

Das Gewerbegebiet Romenthal konnte leider nicht verhindert werden. Die Auffahrtsalle zum Gut Romenthal konnten wir in ihrer Usprünglichkeit aber retten. Der Bauauschuss der Marktgemeinde hatte bedingt durch einen Ratschlag des gemeindlichen Baumsachverständigen bereits grünes Licht für eine Abholzung und eine gesichtslose Neupflanzung  gegeben, als wir im Rahmen eines Ortstermins mit Presse erfolgreich dagegen halten konnten. Bisher mussten trotz der negativen Aussagen zum Gesundheitszustand, die der Sachverständige vorbrachte, keine Bäume gefällt werden.

Vernichtung des Frauenwalds durch ein Großsägewerk (2005-2006)

Zwei Jahre wurden vom BN und der Bürgerinitiative zur Rettung des Frauenwaldes hart gekämpft. Es ging um den Erhalt des letzten Klimaschutzwaldes  zwischen der Stadt Landsberg und der Marktgemeinde Kaufering.

Fachmarktzentrum Landsberg Ost (2003)

Nachdem in Landsberg jahrelang erfolgreich versucht wurde, einen anderen Weg als andere Gemeinden zu gehen und die Stadt bei der Ausweisung von Einzelhandelsbetrieben auf der grünen Wiese zurückhaltend war, änderte sich dies schlagartig 2003. Oberbürgermeister Lehmann bekräftigte noch vor seiner Wahl , dass mit ihm keine großen Einkaufszentren kommen werden, agitierte dann aber sehr geschickt, so dass er die große Koalition in Landsberg schnell überzeugt hatte. Trotz massiven Protests einer Bürgerinitiative und des BN konnte auch mit teilweise falschen Versprechungen in einem Bürgerentschied die Mehrheit der Landsberger für das Fachmarktzentrum gewonnen werden. Damit wurde nun wieder eine Fläche, die sich bisher als eine der ertragreichsten Böden in Bayern nannten, versiegelt.

Tieferlegung B17 neu (2000)

Das Engagement des BN zusammen mit der Bürgerinitiative "Naherholungsgebiet Erpftinger Wald" bewirkte die Tieferlegung der neuen B17 um Landsberg. Damit konnte eine starke Belastung durch weitere Lärmimissionen im Landsberger Westen verhindert werden.

Birkenallee in Dießen (1987 bis 2010)

Das Straßenbauamt plant einen Fahrradweg entlang der sog. „Birkenallee“ von Dießen nach Fischen. Dadurch wären das Vorkommen von Wiesenbrütern und Stelzvögeln wie dem Großen Brachvogel in der Vogelfreistätte Ammersee-Südufer massiv gefährdet. Denn diese weisen sehr große Fluchtdistanzen (auch vom Nest) auf und reagieren auf Menschen (im Gegensatz zu Autos) als natürliche Feinde.
Der BN erwirbt Sperrgrundstücke, propagiert Ausweichrouten und fordert Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Birkenallee um mögliche Radler zu schützen. In jahrelangen Auseinandersetzungen mit anderen Interessen und in Zusammenarbeit mit dem ADFC wird die sog. „Raistinger Schleife“ schlussendlich in den bayerischen Fernradwegeplan aufgenommen.
Im Jahre 2010 endlich begräbt das Straßenbauamt seine Planungen, die zwischenzeitlich auch eine Gasleitung beinhaltet hatten.

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Bürgerinitiative „Das bessere Müllkonzept“ (1985)

Unter großer Mitarbeit von Brigitte Parzich aus Erpfting entsteht diese landesweite Bürgerinitiative, die einen neuen Zugang zur Problematik mittels Trennen und Wiederverwerten („Vermeiden statt Verbrennen“) auf Landkreisebene propagiert („Müll muss dort entsorgt werden, wo er entsteht!“). Damit soll der damals aufkommende „Mülltourismus“ zu überregionalen Verbrennungsanlagen verhindert werden.
Schlussendlich übernimmt die Staatsregierung den größten Teil des Gesetzentwurfes der BI für ein Volksbegehren in einen eigenen Entwurf für ein Abfallwirtschaftsgesetz, das bis heute gilt.

Müllverbrennungsanlage (1980)

Südlich des Geländes der Fa. Isotex im Süden der Stadt Landsberg sollte eine Müllverbrennungsanlage gebaut werden. Nach langen Auseinandersetzungen können die Baupläne verhindert werden. Dabei engagieren sich viele Mitglieder des BN vor Ort, thematisieren auch überregional das Thema Müllentsorgung und entwickeln dabei konkrete Alternativen (landesweiter „Arbeitskreis Müll“). Die Müllverbrennungsanlge wäre wie viele andere solcher Anlagen heute ein finanzieller Ballast für den Landkreis. Somit bewirkte das Engagement des BN auch eine erhebliche finanzielle Entlastung der Landkreisbürger.

Renaturierung Egelsee (1975)

Die Kreisgruppe kauft zusammen mit dem LBV Streuwiesen um den Egelsee bei Windach und schafft ein Feuchtbiotop, das zum Rückzugsgebiet vieler Tierarten (Amphibien und Reptilien) wurde. Insbesondere diente es beim Kauf als Nahrungsgebiet für eine große Graureiherkolonie.

Ansiedelung Eli-Lilly (1973 -1976)

Landsberg sollte zum Chemiestandort werden. Der Pharma- und Chemiegigant wollte zwischen Landsberg und Kaufering auf 50 Hektar eine riesige Fabrik mit gerade mal 250 Arbeitsplätzen errichten. Mehr als 4.000 Menschen demonstrierten damals auf dem Hauptplatz gegen die Ansiedelungspläne.
Die Explosionskatastrophe in Seveso (Italien), bei der austretendes Dioxin 1.800 ha dicht besiedeltes Land vergiftete, führte 1976 zum endgültigen Aus.

Inzwischen ist auf diesem Gelände ein Gewerbegebiet entstanden mit einem Vielfachen an Arbeitsplätzen verglichen mit Eli-Lily.