Die geplante Leistungserhöhung des Kernkraftwerks Gundremmingen bedroht auch den Landkreis Landsberg

Der BUND Naturschutz hat eine landesweite Unterschriftenaktion gestartet zur Einreichung an den Petitionsausschuss des Bay. Landtages. Diese wird auch von der Kreisgruppe Landsberg als potentiell betroffenem Landkreis mitgetragen.
Ziel ist die Verhinderung der Leistungsausweitung der Blöcke B und C des AKW in Gundremmingen. Diese Siedewasserreaktoren sind die letzten im Betrieb befindlichen dieses Typs in Deutschland. Sie sind inzwischen 30 Jahre alt und entsprechen technisch den Reaktoren in Fukushima. Der Block A steht seit einem GAU im Jahre 1976 bereits als Ruine auf dem Gelände.

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Die Betreiber haben bereits 1999 und 2007 eine Genehmigung zur Leistungserhöhung um rund 12 % beantragt. Die Steuerungs- und Regelungstechnik entspricht jedoch nicht mehr dem heutigen Standard. Ersatzteile hierfür sind großenteils nicht mehr verfügbar; es muss schon derzeit permanent improvisiert werden. Auch der austenitische Stahl des Reaktordruckbehälters ist durch den 30-jährigen Strahlungsbeschuss gealtert und entspricht nicht mehr den Sicherheitsanforderungen.

Kein Mensch käme auf die Idee, bei seinem 30 Jahre alten PKW mit H-Kennzeichen noch ein Motortuning in Auftrag zu geben! Eine Havarie in Gundremmingen hätte bei entsprechender Windrichtung  (nordwest!) bei uns die Unbewohnbarkeit des gesamten Landkreises zur Folge.

Wohin sollen wir evakuiert werden und ggf. auswandern?  Die Messehallen in Augsburg sind entsprechend der aktuellen Katastrophenplanung bereits von 20.000 Bürgern aus Günzburg belegt! Im Übrigen wurde jeder Hausbesitzer in Fukushima von Tepco mit gerade mal € 3.000,- abgefunden. In Deutschland ist die Haftpflichtversicherungssumme für eine Havarie gedeckelt auf lediglich 500 Millionen Euro.

 

Am 23.April gab es wieder eine große Demonstration vor dem Atomkraftwerk Gundremmingen !