Jährliche Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Landsberg

um 19.00 Uhr im Waitzinger Bräustüberl, Waitzinger Wiese, Landsberg

20.03.2018

Tätigkeitsbericht des Vorstandes

 1.    Stellungnahmen zur Bauleitplanung

Unter den vielen eingegangenen Planungsverfahren bleibt der Bebauungsplan für die ehemalige Pflugfabrik in Landsberg weiterhin ein gewichtiges Thema, ebenso die Gewerbe- und Baugebiete in den Landkreisgemeinden und die Lage eines möglichen neuen Landratsamtes. Hinzu kamen wasserrechtliche Genehmigungsverfahren wie die Tieferlegung des Verlorenen Baches in Prittriching und die Verlängerung der Genehmigung eines Kleinfließkraftwerkes in der Windach in Eching.

2. „Unser Landsberg 2035“

Die Stadt Landsberg hat mit dem Ziel größerer Bürgerbeteiligung das Projekt „Unser Landsberg 2035 – Zukunft gemeinsam gestalten“ gestartet. In fünf sog. „Handlungsfeldern“ sollen Wünsche, Planungen und Entwicklungen für die nächsten gut 15 Jahre diskutiert und formuliert werden. Der BN ist im Handlungsfeld „Verkehr und Umwelt“ vertreten. In zweimonatlichen Workshops tauschen sich hier Vertreter der Stadtverwaltung, des Stadtrates und der Verbände aus. Zuletzt wurde der vorläufige Entwurf eines neuen Flächennutzungsplanes vorgestellt.

3. Biotop- und Artenschutz

Nach der Wiederherstellung ehemals vorhandener Kiesuferbereiche am Ammersee Ostufer entwickeln sich diese erfreulich und werden inzwischen von äußerst seltenen speziellen Pflanzengesellschaften besiedelt. Allerdings möchte die Gemeinde Herrsching im Bereich Mühlfeld den naturnahen Mühlbach mit einer aufwändigen Überbrückung erschließen, obwohl bereits weiter östlich eine Umgehung existiert. Und zwischen Herrsching und Breitbrunn möchte der Ostuferverein im FFH-Gebiet einen Trampelpfad im Ufersaumgehölz zu einem regulären Weg ausweiten. Hier zeichnen sich neue Konflikte ab.

In jährlichem Rhythmus kehrt das Thema Mücken und der Einsatz von BTI in die öffentliche Diskussion. Der BN verkennt nicht die Belastung, der für einen Teil der Anrainer besteht. Gleichwohl stehen wir dem Einsatz von BTI zurückhaltend gegenüber, solange nicht die Folgen für das Ökosystem von unabhängigen wissenschaftlichen Gutachtern überprüft worden sind.

Gemeinsam mit dem LBV und dem Biologen Dr. Andreas Fleischmann haben wir eine Initiative in der Stadt Landsberg gestartet mit dem Ziel, vermehrt Blühflächen mit einheimischen Pflanzen zu entwickeln und so die Nahrungsgrundlage für Schmetterlinge, Wildbienen und Insekten zu schaffen.

4. Birkenallee

Die sog. Machbarkeitsstudie der Gemeinde Pähl, wonach ein Radweg entlang der Birkenallee gebaut werden könnte, enthält schwerwiegende biologische Bewertungsfehler, wie die Kreisgruppe durch eine wissenschaftliche Überprüfung nachweisen konnte. Zusätzlich hat die Umweltverwaltung (UNB/HNB) eine eigene Studie in Auftrag gegeben, die unsere Aussagen inhaltlich voll bestätigt hat. Leider wird dies von den Radwegbefürwortern völlig negiert. Stattdessen werden die Umweltverbände als „böse Buben“ gebrandmarkt. Dabei haben die Umweltverbände (BN, LBV und SGA) gemeinsam mit den Gemeinden Dießen und Raisting mit der Planung für einen eigenen Radweg zwischen den beiden Orten einen gefahrlosen Anschluss an die „Raistinger Schleife“ auf den Weg gebracht.

 

5.  Planungen und Programm für 2018

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit wird der Flächenverbrauch sein, auf den wir in unseren Stellungnahmen immer wieder hinweisen.  Und im „Jahr der Biene“ möchten wir die Themen Insektensterben und Gifte in der Landwirtschaft vertiefen.